<!DOCTYPE html>
<html class="client-nojs vector-feature-language-in-header-enabled vector-feature-language-in-main-page-header-disabled vector-feature-page-tools-pinned-disabled vector-feature-toc-pinned-clientpref-0 vector-toc-not-available vector-feature-main-menu-pinned-disabled vector-feature-limited-width-clientpref-1 vector-feature-limited-width-content-enabled vector-feature-custom-font-size-clientpref-1 vector-feature-appearance-pinned-clientpref-0 skin-theme-clientpref-day vector-sticky-header-enabled" lang="de" dir="ltr"><head>
<meta charset="UTF-8">
<title>Der Großinquisitor</title>
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0">
<link rel="icon" type="image/png" href="./_res_/favicon.png">
<link rel="canonical" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Gro%C3%9Finquisitor"> <link href="./_mw_/ext.cite.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.wikimediamessages.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.icons.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.search.codex.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<meta name="ResourceLoaderDynamicStyles" content="">
<link href="./_mw_/ext.gadget.citeRef.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.defaultPlainlinks.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonHide.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonLayout.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonStyle.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiDarkmode.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiResponsive.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.specialSearch.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/site.styles.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/noscript.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/footer.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/vector-2022.css">
</head>
<body class="skin--responsive skin-vector skin-vector-search-vue mediawiki ltr sitedir-ltr mw-hide-empty-elt ns-0 ns-subject page-Der_Großinquisitor rootpage-Der_Großinquisitor skin-vector-2022 action-view">
<div class="mw-page-container">
<div class="mw-page-container-inner">
<div class="mw-content-container">
<main id="content" class="mw-body">
<header class="mw-body-header vector-page-titlebar">
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Der Großinquisitor</span></h1>
</header>
<a id="top"></a>
<div id="bodyContent" class="vector-body ve-init-mw-desktopArticleTarget-targetContainer" aria-labelledby="firstHeading" data-mw-ve-target-container="">
<div id="contentSub">
<div id="mw-content-subtitle"></div>
</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Der Großinquisitor</b> (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Russische_Sprache" title="Russische Sprache">russisch</a></span> <span lang="ru-Cyrl" class="Cyrl" style="font-style:normal">Великий инквизитор</span>), mit dem Zusatz <i>Eine Phantasie</i>, ist das fünfte Kapitel des fünften Buches aus dem Roman <i><a href="Die_Br%C3%BCder_Karamasow" title="Die Brüder Karamasow">Die Brüder Karamasow</a></i> von <a href="Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski" title="Fjodor Michailowitsch Dostojewski">Fjodor Dostojewski</a>, das auch separat unter demselben Titel veröffentlicht wurde. Iwan Karamasow erzählt seinem Bruder Aljoscha eine phantastische Geschichte. Jesus erscheint im <a href="Sevilla" title="Sevilla">Sevilla</a> des 16. Jahrhunderts, wo gerade die <a href="Inquisition" title="Inquisition">Inquisition</a> stattfindet. Das Volk erkennt Jesus und ebenso der greise Kardinal-<a href="Gro%C3%9Finquisitor" title="Großinquisitor">Großinquisitor</a>, der ihn im Kerker festsetzen lässt und ihm in einem langen Monolog versucht darzulegen, warum Jesus kein Recht mehr habe, durch ein erneutes Erscheinen das Wirken der Kirche zu stören. Der russische Schriftsteller <a href="Wassili_Rosanow" class="mw-redirect" title="Wassili Rosanow">Wassili Rosanow</a> machte es mit dem 1894 in der Zeitschrift <a href="Russki_Westnik" title="Russki Westnik">Russki Westnik</a> erschienenen Artikel <i>Die Legende vom Großinquisitor</i> berühmt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Inhalt">Inhalt</h2></div>
<dl><dd><dl><dd>Die Brüder Iwan und Aljoscha Karamasow treffen sich in einem Gasthaus. Der jüngere Aljoscha ist ein tiefgläubiger <a href="M%C3%B6nch" class="mw-redirect" title="Mönch">Mönch</a>, während Iwan ein <a href="Atheismus" title="Atheismus">atheistischer</a> Intellektueller ist. Nach einer „literarhistorischen Vorrede“ zu Beispielen von Erzählungen, in denen „die himmlischen Mächte auf die Erde herabgeholt werden“, beginnt Iwan mit der von ihm erdachten <a href="Binnenerz%C3%A4hlung" title="Binnenerzählung">Erzählung</a> über den Großinquisitor.</dd></dl></dd></dl>
<p>Es ist das Zeitalter der Inquisition, Sevilla im 16. Jahrhundert. Soeben sind hundert <a href="H%C3%A4retiker" class="mw-redirect" title="Häretiker">Häretiker</a> qualvoll hingerichtet worden, als <a href="Jesus_Christus" title="Jesus Christus">Jesus Christus</a> erscheint. Obwohl er kein Wort spricht, wird er von allen, die ihn sehen, erkannt. Als ein blinder Greis bittet: „Herr, heile mich, damit ich Dich schaue!“, lässt ihn Jesus sehend werden. Als ein totes Kind im Sarg in den Dom getragen wird und die trauernde Mutter ihn darum bittet, vollbringt Jesus ein zweites <a href="Wunder_Jesu" title="Wunder Jesu">Wunder</a> und erweckt das Kind wieder zum Leben.<br>
Dies wird vom Kardinal-Großinquisitor bemerkt, der fast 90-jährig und mit grober Mönchskutte bekleidet Jesus aus der Ferne beobachtet. Er befiehlt seinen Wachen, Jesus zu ergreifen. Das Volk ist so unterwürfig und gehorsam, dass es die Verhaftung geschehen lässt, und Jesus wird in ein <a href="Verlies" class="mw-redirect" title="Verlies">Verlies</a> im Gebäude des Heiligen Tribunals gebracht.<br>
In der Nacht tritt der Großinquisitor in das Verlies und beschuldigt Jesus in einem langen <a href="Monolog" title="Monolog">Monolog</a>, dass er kein Recht habe, auf die Erde zurückzukommen und „die Ordnung zu stören“, welche die <a href="R%C3%B6misch-katholische_Kirche" title="Römisch-katholische Kirche">römisch-katholische Kirche</a> in über tausend Jahren errichtet habe. Dafür werde er ihn am nächsten Morgen als „schlimmsten aller <a href="Ketzer" title="Ketzer">Ketzer</a>“ zum Tode auf dem Scheiterhaufen verurteilen.
</p>
<dl><dd><dl><dd>An dieser Stelle fragt Aljoscha Iwan, ob die Aussage des greisen Großinquisitors in dieser Geschichte Iwans zügellose Phantasie sei oder ob es sich um ein unerhörtes <i><a href="Qui_pro_quo" title="Qui pro quo">qui pro quo</a></i> handele. Iwan erklärt lachend, dass dies keine Rolle spiele. Der Greis „sage das laut, was er die ganzen neunzig Jahre verschwiegen hat“ – aus welchen Gründen auch immer.</dd></dl></dd></dl>
<p>Obwohl Jesus weiterhin schweigt, führt der Großinquisitor aus, dass er, wer immer er auch sei, kein Recht habe, „dem, was er schon früher gesagt habe, etwas hinzuzufügen“. Die Kirche habe diese Aufgabe fünfzehn Jahrhunderte lang übernommen und die Menschen von der Freiheit durch Christus überzeugt – wodurch die Menschen ihre Freiheit der Kirche zu Füßen gelegt hätten.
</p>
<dl><dd><dl><dd>Wieder unterbricht Aljoscha, diesmal mit der Frage, ob sich der Großinquisitor lustig mache, es ironisch meine. Dies sei nicht der Fall, erklärt Iwan. Der Greis sei überzeugt, dass das rebellische Wesen der Menschen durch die Inquisition überwunden werde und sie dadurch frei würden, auf dem einzig richtigen Wege, dem der Kirche, zu gehen.</dd></dl></dd></dl>
<p>Der Großinquisitor wendet sich dem <a href="Versuchung_Jesu" title="Versuchung Jesu">Gespräch Jesu mit dem Teufel in der Wüste</a> zu (<a href="Evangelium_nach_Matth%C3%A4us" title="Evangelium nach Matthäus"><span style="white-space:nowrap;">Mt</span></a> 4,1–11 ):<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er wirft Jesus vor, das Brot, das Wunder und die Macht, die der Satan ihm angeboten hatte, zurückgewiesen und damit der Menschheit eine <a href="Freiheit" title="Freiheit">Freiheit</a> gegeben habe, mit der diese gar nichts habe anfangen können und die seitdem im Elend lebe. Es gebe für Menschen nichts Qualvolleres als die Freiheit des Gewissens, entscheiden zu können, was Gut und was Böse sei – und dies sei Jesus’ Werk gewesen. Indem er sich den drei Fragen hingegeben hätte, hätte er die Menschen automatisch von dieser Seelenqual befreien können. Auch vom Kreuz sei er nicht vor aller Augen herabgestiegen, um durch dieses Wunder alle Menschen direkt überzeugen zu können. Gerade das habe aber die Kirche geleistet. Sie habe den schwachen Menschen ein Geheimnis gegeben, dem sie sich blind unterordnen könnten. Sie habe die Lehre verbessert und sie auf strikte Autorität gegründet – und damit die menschliche Bürde erleichtert. Der greise Großinquisitor bekennt sich zum <a href="Antichrist" title="Antichrist">Antichrist</a>: „Wir sind nicht mit Dir im Bunde, sondern mit <i>ihm</i>, das ist unser Geheimnis!“ Die Kirche habe vor acht Jahrhunderten <a href="Rom" title="Rom">Rom</a> und das Schwert des Kaisers vom „mächtigen Geist“ empfangen, um die Weltherrschaft zu gründen und die Menschen vor sich selber zu retten, was Jesus mit der dritten Frage abgelehnt habe. Das Brot, das man verteile, sei zwar nicht aus Steinen durch ein Wunder entstanden, sondern man habe es denen weggenommen, an die es danach wieder verteilt werde – und sie würden sich darüber freuen! Durch ihr Handeln mache die Kirche alle Menschen glücklich, nur sie selber sei unglücklich und habe die Sünde auf sich genommen, da sie dieses Geheimnis bewahren müsse. Aber dafür könne selbst Jesus sie nicht verurteilen.<br>
Schließlich bestätigt er erneut, dass Jesus verbrannt werde: „Schon am morgigen Tage wirst Du sehen, wie diese gehorsame Herde auf meinen ersten Wink hinzustürzen wird, um glühende Kohlen an Deinen Scheiterhaufen heranzuscharren ... dafür, dass du gekommen bist, uns zu stören.“
</p>
<dl><dd><dl><dd>Erneut unterbricht Aljoscha, bezeichnet das Gehörte als „Unsinn“ und nur als die schlechtesten Elemente des Katholizismus. Iwan hält dagegen mit der Frage, wer in der katholischen Bewegung in den letzten Jahrhunderten sich nicht dem Verlangen nach Macht und „schmutzigen Gütern“ hingegeben hätte. Der Großinquisitor sei am Ende seines Lebens ehrlich in der Erkenntnis, dass sich die armseligen, „nur zum Hohne geschaffenen Wesen Gottes“ nur durch die Weisungen des „furchtbaren Geistes“ und durch Lüge und Täuschung für glücklich halten. Es sei sein Unglück, im Alter zu erkennen, dass dies alles zwar im Namen Jesu, aber entgegen seinen Handlungen geschehe.</dd></dl></dd></dl>
<p>Der Großinquisitor wartet auf eine Antwort von Jesus. Der aber schweigt weiter und küsst den Greis auf die blutlosen Lippen, worauf der Großinquisitor die Kerkertür öffnet und den Gefangenen mit den Worten „… komm überhaupt nicht mehr wieder … niemals, niemals!“ entlässt.
</p>
<dl><dd><dl><dd>Iwan hat seine Erzählung beendet, und Aljoscha ist traurig über dessen Sichtweise. Iwan beruhigt ihn mit den Worten „alles nur Unsinn“ und „verrückte Dichtung eines verrückten Studenten“. Iwan bekennt sich zu seiner „Kraft der Karamasow’schen Gemeinheit“, zur <a href="Amoralit%C3%A4t" class="mw-redirect" title="Amoralität">Amoralität</a> und radikalen Auffassung von Freiheit: „Alles ist erlaubt“. Als er seinen Bruder fragt, ob er sich deswegen nun von ihm lossagen werde, küsst ihn dieser als Antwort schweigend auf den Mund, was Iwan als „<a href="Plagiat" title="Plagiat">literarischen Diebstahl</a>“ bezeichnet. Ehe die Brüder das Gasthaus verlassen und sich trennen – Iwan nach links in die Welt, vielleicht nach Amerika, Aljoscha nach rechts ins Kloster – verspricht Iwan seinem Bruder, dass er ihn aufsuchen werde, ehe er „mit dreissig Jahren Lust bekomme, den Becher auf den Boden zu schleudern“.</dd></dl></dd></dl>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Deutung">Deutung</h2></div>
<p><a href="Swetlana_Geier" title="Swetlana Geier">Swetlana Geier</a>, die Dostojewskis Werke ins Deutsche übersetzt hat, gibt drei Aspekte an, die den (nur im Gesamtzusammenhang des Romans erfassbaren) Sinn dieser Geschichte ausmachen: Zum einen kritisiert Dostojewski damit das <a href="Westliche_Welt" title="Westliche Welt">westliche Christentum</a> und namentlich die <a href="R%C3%B6misch-katholische_Kirche" title="Römisch-katholische Kirche">römisch-katholische Kirche</a>, die im Unterschied zum <a href="Orthodoxe_Kirchen" title="Orthodoxe Kirchen">orthodoxen Christentum</a> nur mehr nackte Macht verkörpere. Zum anderen drücke er mit der Geschichte die Weltsicht ihres Erzählers Iwan aus, die zwar durch Mitleid gekennzeichnet sei, aber in ihrem Verhaftetsein im Weltlichen beziehungslos und oberflächlich bleibe. Schließlich analysiere Dostojewski im Großinquisitor die <a href="Freiheit" title="Freiheit">Freiheit</a> als eine Offenbarung des göttlichen Prinzips im Menschen. Dies werde erst durch die Gegenüberstellung der Geschichte vom Großinquisitor mit den im sechsten Buch wiedergegebenen „Gesprächen und Belehrungen des <a href="Starez" title="Starez">Starez</a> Zosima“ deutlich, in denen dieser aus der ekstatischen Schau der <a href="Alleinheit" title="Alleinheit">Einheit allen Seins</a> zu der für die Handlung des Romans zentralen Aussage kommt: „Alle sind an allem schuld“. Nur durch tätige Liebe lasse sich selbstlose Freiheit verwirklichen.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der <a href="Kirchenkritik" title="Kirchenkritik">kirchenkritische</a> Sinn der Legende scheint zunächst klar zu sein: Christus zeigt sich den Gläubigen, aber „seine“ Kirche fühlt sich durch ihn gestört, weil seine Gaben das Volk angeblich überfordern. Doch kann man auch <i><a href="Die_D%C3%A4monen_(Dostojewski)" title="Die Dämonen (Dostojewski)">Die Dämonen</a></i> (Zweiter Teil, erstes Kapitel, Teil VI) als politischen Kommentar zur Legende vom Großinquisitor lesen. Viele Interpreten deuten den Großinquisitor in seinem Herrschaftswahn als Symbol einer kommenden antichristlichen und <a href="Totalit%C3%A4r" class="mw-redirect" title="Totalitär">totalitären</a> Epoche, als deren Protagonist Iwan Karamasow verstanden werden kann. Als Dostojewski die Legende vom Großinquisitor im Dezember 1879 vor Studenten an der <a href="Petersburger_Universit%C3%A4t" class="mw-redirect" title="Petersburger Universität">Petersburger Universität</a> vortrug, schrieb er eine Einführung, in der es heißt:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Wenn der Glaube an Christus verfälscht und mit den Zielsetzungen dieser Welt vermengt wird, dann geht auch der Sinn des Christentums verloren. Der Verstand fällt dem Unglauben anheim, und statt des großen Ideals Christi wird lediglich ein neuer <a href="Turm_zu_Babel" class="mw-redirect" title="Turm zu Babel">Turm zu Babel</a> errichtet werden. Während das Christentum eine hohe Auffassung vom einzelnen Menschen hat, wird die Menschheit nur noch als große Masse betrachtet. Unter dem Deckmäntelchen sozialer Liebe wird nichts als offenkundige Menschenverachtung gedeihen.“<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Rezeption">Rezeption</h2></div>
<p>Die Parabel von <i>Großinquisitor</i> hat bis heute eine besondere Wirkungsgeschichte.
</p><p>Denker wie <a href="Leo_Isaakowitsch_Schestow" title="Leo Isaakowitsch Schestow">Leo Schestow</a>, <a href="Nikolai_Alexandrowitsch_Berdjajew" title="Nikolai Alexandrowitsch Berdjajew">Nikolai Berdjajew</a>, <a href="Friedrich_Nietzsche" title="Friedrich Nietzsche">Friedrich Nietzsche</a>, <a href="Max_Weber" title="Max Weber">Max Weber</a>, <a href="Georg_Luk%C3%A1cs" title="Georg Lukács">Georg Lukács</a>, <a href="Albert_Einstein" title="Albert Einstein">Albert Einstein</a>, <a href="Martin_Heidegger" title="Martin Heidegger">Martin Heidegger</a> und <a href="Albert_Camus" title="Albert Camus">Albert Camus</a> deuteten ihren Inhalt oder versuchten, ihre eigenen, teilweise einander widersprechenden Thesen durch sie zu belegen. Insbesondere in der <a href="Theologie" title="Theologie">Theologie</a> veranschaulichten <a href="Romano_Guardini" title="Romano Guardini">Romano Guardini</a>, <a href="Karl_Barth" title="Karl Barth">Karl Barth</a> sowie <a href="Ren%C3%A9_Girard" title="René Girard">René Girard</a> an ihr das Verhältnis Gottes zu den Menschen und die Rolle der Kirche.
</p><p>„Die Grundkonzeption des Großinquisitors in ihrer gegen die ‚antichristlichen‘ Wege Roms gerichteten Anklage hat … der Altmeister des russischen Romans dem jugendlichen Freund seiner letzten acht Lebensjahre, <a href="Wladimir_Sergejewitsch_Solowjow" title="Wladimir Sergejewitsch Solowjow">Wladimir Solowjew</a>, entnommen“, wie Wladimir Szylkarski in seinem Beitrag „Messianismus und Analytik bei Dostojewskij und Solowjew“ nachweist.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auch in zeitgenössischen Diskursen wie bei <a href="Peter_Sloterdijk" title="Peter Sloterdijk">Peter Sloterdijk</a> und Ellis Sandoz wird auf Dostojewskis Text Bezug genommen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Adaptionen_und_Erwähnungen"><span id="Adaptionen_und_Erw.C3.A4hnungen"></span>Adaptionen und Erwähnungen</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Musik">Musik</h3></div>
<ul><li><a href="Boris_Blacher" title="Boris Blacher">Boris Blachers</a> 1947 uraufgeführtes Oratorium <i>Der Großinquisitor</i> für <a href="Bariton_(Stimmlage)" class="mw-redirect" title="Bariton (Stimmlage)">Bariton</a>, Chor und Orchester in der textlichen Einrichtung von <a href="Leo_Borchard" title="Leo Borchard">Leo Borchard</a> basiert auf Dostojewskis Text.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="Bernd_Alois_Zimmermann" title="Bernd Alois Zimmermann">Bernd Alois Zimmermann</a> verwendete in seiner letzten Komposition aus dem Jahr 1970 <i>Ich wandte mich und sah an alles Unrecht, das geschah unter der Sonne. Ekklesiastische Aktion für zwei Sprecher, <a href="Bass_(Stimmlage)" title="Bass (Stimmlage)">Bass-Solo</a> und Orchester</i> neben Texten aus der Bibel auch Auszüge aus Dostojewskis <i>Der Großinquisitor</i>.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="The_Ocean_Collective" class="mw-redirect" title="The Ocean Collective">The Ocean Collective</a> handeln auf ihrem Album <i>Anthropocentric</i> (2010) die Geschichte <i>Der Großinquisitor</i> in drei Songs ab.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hörspielbearbeitungen"><span id="H.C3.B6rspielbearbeitungen"></span>Hörspielbearbeitungen</h3></div>
<p>In Deutschland entstanden drei Adaptionen des Werkes.
</p>
<ul><li>1961: <i>Der Großinquisitor.</i> <a href="Ernst_Ginsberg" title="Ernst Ginsberg">Ernst Ginsberg</a> in Memoriam – Regie: <a href="Kraft-Alexander_zu_Hohenlohe-Oehringen" title="Kraft-Alexander zu Hohenlohe-Oehringen">Kraft-Alexander zu Hohenlohe-Oehringen</a> (<a href="Norddeutscher_Rundfunk" title="Norddeutscher Rundfunk">NDR</a>)<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>1994:<i>Der Großinquisitor.</i> Fassung von <a href="George_Tabori" title="George Tabori">George Tabori</a>, nach der Vorlage von Dostojewski – Bearbeitung und Regie: <a href="J%C3%B6rg_Jannings" title="Jörg Jannings">Jörg Jannings</a> (<a href="Mitteldeutscher_Rundfunk" title="Mitteldeutscher Rundfunk">MDR</a>/<a href="Hessischer_Rundfunk" title="Hessischer Rundfunk">HR</a>)<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>2021: <i>Der Großinquisitor.</i> frei nach Dostojewskis gleichnamigem Text von <a href="Bj%C3%B6rn_SC_Deigner" title="Björn SC Deigner">Björn SC Deigner</a> – Regie: Björn SC Deigner (<a href="S%C3%BCdwestrundfunk" title="Südwestrundfunk">SWR</a>)<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Dramaturgische_Adaptionen">Dramaturgische Adaptionen</h3></div>
<ul><li>Die Geschichte wurde als <i>Inquisition</i> im Jahr 2002 für <a href="Channel_5_(Gro%C3%9Fbritannien)" class="mw-redirect" title="Channel 5 (Großbritannien)">Channel 5</a> im Vereinigten Königreich verfilmt. Sir <a href="Derek_Jacobi" title="Derek Jacobi">Derek Jacobi</a> spielte die Rolle des Kardinal-Großinquisitors.</li>
<li><i>Der Großinquisitor</i> ist die Basis für das Theaterstück <i>Only We Who Guard the Mystery Shall Be Unhappy</i> von <a href="Tony_Kushner" title="Tony Kushner">Tony Kushner</a>.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>In der Episode <i>Talitha Cumi</i> der Fernsehserie <i><a href="Akte_X_%E2%80%93_Die_unheimlichen_F%C3%A4lle_des_FBI" title="Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI">Akte X</a></i> wird die Befragung eines Mannes mit ungewöhnlichen Fähigkeiten durch den „Raucher“ im Stile des Großinquisitors durchgeführt.<sup id="cite_ref-Gunn2016_11-0" class="reference"><a href="#cite_note-Gunn2016-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Neben „Talitha Cumi“, den Worten die auch Jesus bei Dostojewski sagt, als er das tote Mädchen wiedererweckt, gibt es weitere Hinweise in der Episode, die auf <i>Der Großinquisitor</i> hindeuten.</li>
<li>In der Hörspieladaption des Romans "Unternehmen Delphin" von <a href="Nikolai_von_Michalewsky" title="Nikolai von Michalewsky">Nikolai von Michalewsky</a> führt der neue Diktator Gordon Smith in einer Zelle eine Auseinandersetzung mit dem Protagonisten <a href="Mark_Brandis" class="mw-redirect" title="Mark Brandis">Mark Brandis</a> über Politik, Gesellschaft und die Verführbarkeit des Menschen durch Dogma, die sehr an das Modell der Geschichte Dostojewskis angelehnt ist.</li>
<li>In <a href="Richard_Linklater" title="Richard Linklater">Richard Linklaters</a> Film <i><a href="Before_Midnight" title="Before Midnight">Before Midnight</a></i> erwähnt die Protagonistin Dostojewskis <i>Der Großinquisitor</i> (im engl. Originalton: „The Grand Commander“) im Zuge eines Streits.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Literatur">Literatur</h3></div>
<p>Mehrere Autoren beziehen sich in ihren Büchern auf die Geschichte <i>Der Großinquisitor</i>:
</p>
<ul><li><a href="Aldous_Huxley" title="Aldous Huxley">Aldous Huxley</a> im letzten Kapitel seines Buches <i><a href="Brave_New_World_Revisited" class="mw-redirect" title="Brave New World Revisited">Brave New World Revisited</a></i> (1959);<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="Noam_Chomsky" title="Noam Chomsky">Noam Chomsky</a>, der selten Belletristik zitiert, im ersten Kapitel seines Buches <i>Necessary Illusions: Thought Control in Democratic Societies</i> (1989);<sup id="cite_ref-BarsamianChomsky2001_14-0" class="reference"><a href="#cite_note-BarsamianChomsky2001-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="David_Bentley_Hart" title="David Bentley Hart">David Bentley Hart</a> in Abschnitt V, Kapitel 1, seines Buches <i>The Doors of the Sea: Where was God in the Tsunami?</i>;<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="David_Foster_Wallace" title="David Foster Wallace">David Foster Wallace</a> in seinem Buch <i><a href="Infinite_Jest" class="mw-redirect" title="Infinite Jest">Infinite Jest</a></i> (1996);<sup id="cite_ref-Wallace2009_16-0" class="reference"><a href="#cite_note-Wallace2009-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="Irvin_D._Yalom" title="Irvin D. Yalom">Irvin D. Yalom</a> in Kapitel 27 seines Buchs <i>The Gift of Therapy</i> (2002);<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Christian Filostrat in seinem Buch <i>Jerome’s Pillows</i> (2015).</li>
<li><a href="Orhan_Pamuk" title="Orhan Pamuk">Orhan Pamuk</a> im 14. Kapitel seines Romans <i><a href="Das_schwarze_Buch_(Roman)" title="Das schwarze Buch (Roman)">Das schwarze Buch</a></i>. Pamuk versetzt die Erzählung in der Form eines ähnlichen Gesprächs zwischen dem <a href="Mahdi" title="Mahdi">Mahdi</a> und dem Großen Pascha in einen islamischen Kontext.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur_2">Literatur</h2></div>
<ul><li>Antanas Maceina: <i>Der Grossinquisitor. Geschichtsphilosophische Deutung der Legende Dostojewskijs</i>. Heidelberg 1952.</li>
<li>Ursula Kansy: <i>Die staatspolitische Bedeutung der Religion in Dostojewskijs 'Großinquisitor'.</i> Hamburg 2004.</li>
<li>Wassili Rosanow: <i>Dostojewskijs Legende vom Großinquisitor. Versuch eines kritischen Kommentars.</i> Hrsg. v. Rainer Grübel. Oldenburg 2008. ISBN 3-8142-2143-5.</li>
<li>Rainer Grübel: <i>Dostojewskijs 'Großinquisitor' in literaturwissenschaftlicher Sicht – Legende oder Parabel?</i> In: Gudrun Goes (Hrsg.): <i>Die Geschichte eines Verbrechens... Über den Mord in der Romanwelt Dostojewskijs.</i> (= Jahrbuch der Deutschen Dostojewskij-Gesellschaft 2009) München, Berlin 2010. S. 92–117.</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.academia.edu/6664657/Медведев_А.А._Динарий_Кесаря_Тициана_и_Великий_инквизитор_Ф.М._Достоевского_проблема_христианского_искусства_Соловьёвские_Исследования._2011._Вып._3_31_._С._79-90">Alexander Medvedev: <i>Tiziano’s «Denarius of Caesar» and F.M. Dostoevsky’s «The Grand Inquisitor»: on the Problem of Christian Art</i> In: The Solovyov Research, 2011, № 3, (31). S. 79–90.</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Online-Textversionen">Online-Textversionen</h2></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.gutenberg.org/ebooks/38336"><i>Der Großinquisitor</i></a> im <a href="Project_Gutenberg" title="Project Gutenberg">Project Gutenberg</a> (Übersetzung von <a href="Rudolf_Kassner" title="Rudolf Kassner">Rudolf Kassner</a>)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.projekt-gutenberg.org/dostojew/karamaso/kara05.html"><i>Der Großinquisitor.</i></a> Online-Text, <a href="Projekt_Gutenberg-DE" title="Projekt Gutenberg-DE">Projekt Gutenberg-DE</a> (Übersetzung von <a href="Hermann_R%C3%B6hl" title="Hermann Röhl">Hermann Röhl</a>)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Die „drei Versuchungen“ werden vom Großinquisitor als „drei Fragen“ bezeichnet.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Swetlana Geier: <i>Brat’ja Karamazovy.</i> In: <i><a href="Kindlers_Literatur_Lexikon" title="Kindlers Literatur Lexikon">Kindlers Literatur Lexikon</a> im dtv.</i> Band 3, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1986, S. 1616</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Geir Kjetsaa: <i>Dostojewskij: Sträfling – Spieler – Dichterfürst.</i> Casimir Katz, Gernsbach 1986, S. 411.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Antanas_Maceina" title="Antanas Maceina">Antanas Maceina</a>: <i>Der Großinquisitor. Geschichtsphilosophische Deutung der Legende Dostojewskijs.</i> Kerle Verlag, Heidelberg 1952, S. 247–334.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Programmheft Philharmonisches Staatsorchester Hamburg</i> vom 2./3. Februar 1969.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20120711150000/http://www.ndr.de/orchester_chor/sinfonieorchester/konzerte/unterwegs/eschenbach133.html">Berg, Schubert und Zimmermann beim SHMF</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 11. Juli 2012 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>), siehe auch Programmheft des <a href="Schleswig-Holstein_Musikfestival" class="mw-redirect" title="Schleswig-Holstein Musikfestival">SHMF</a> vom 10. August 2012</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://hoerspiele.dra.de/vollinfo.php?dukey=1452484&vi=1&SID">Fjodor Michailowitsch Dostojewski | Der Großinquisitor | Ernst Ginsberg in Memoriam</a>, ARD-Hörspieldatenbank</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://hoerspiele.dra.de/vollinfo.php?dukey=1370306&vi=1&SID">George Tabori, Fjodor Michailowitsch Dostojewski | Der Großinquisitor</a> ARD-Hörspieldatenbank</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://hoerspiele.dra.de/vollinfo.php?dukey=4987011&vi=1&SID">Fjodor Dostojewski, Björn SC Deigner | Der Großinquisitor | frei nach Fjodor Dostojewskis gleichnamigem Text aus seinem Roman "Die Brüder Karamasow"</a>, ARD-Hörspieldatenbank</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.nytimes.com/2004/09/05/theater/newsandfeatures/only-we-who-guard-the-mystery-shall-be-unhappy.html"><i>Only We Who Guard the Mystery Shall Be Unhappy</i></a>, The New York Times, 5. September 2004; abgerufen am 1. August 2017.</span>
</li>
<li id="cite_note-Gunn2016-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Gunn2016_11-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="book">Judith Gunn: <cite class="lang" lang="en" dir="auto" style="font-style:italic">Dostoyevsky: A Life of Contradiction</cite>. Amberley Publishing, 2016, ISBN 978-1-4456-5848-3, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>198</span> (englisch, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.com/books?id=c566DQAAQBAJ&pg=PT198">google.com</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Der+Gro%C3%9Finquisitor&rft.au=Judith+Gunn&rft.btitle=Dostoyevsky%3A+A+Life+of+Contradiction&rft.date=2016-12-15&rft.genre=book&rft.isbn=9781445658483&rft.pages=198&rft.pub=Amberley+Publishing" style="display:none"> </span></span></span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.scripts.com/script-pdf/51"><i>Before Midnight (Drehbuch).</i></a> (PDF) Scripts.com,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 28. März 2020</span> (englisch).</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ADer+Gro%C3%9Finquisitor&rft.title=Before+Midnight+%28Drehbuch%29&rft.description=Before+Midnight+%28Drehbuch%29&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.scripts.com%2Fscript-pdf%2F51&rft.publisher=Scripts.com&rft.date=&rft.language=en"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Grzegorz Lewicki: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.academia.edu/218384/Dostoyevsky_extended_Aldous_Huxley_on_Grand_Inquisitor_Specialisation_and_Future_of_Science"><i>Dostoyevsky extended: Aldous Huxley on Grand Inquisitor, Specialisation and Future of Science</i></a>, Kultura i Polityka (2008), Nr. 2–3, S. 210–233; abgerufen am 1. August 2017.</span>
</li>
<li id="cite_note-BarsamianChomsky2001-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-BarsamianChomsky2001_14-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="book">David Barsamian und Noam Chomsky: <cite class="lang" lang="en" dir="auto" style="font-style:italic">Propaganda and the Public Mind: Conversations with Noam Chomsky</cite>. Pluto Press, 2001, ISBN 978-0-7453-1788-5, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>79</span> (englisch, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.com/books?id=nTMEirKUw-QC&pg=PA79">google.com</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Der+Gro%C3%9Finquisitor&rft.au=David+Barsamian+und+Noam+Chomsky&rft.btitle=Propaganda+and+the+Public+Mind%3A+Conversations+with+Noam+Chomsky&rft.date=2001&rft.genre=book&rft.isbn=9780745317885&rft.pages=79&rft.pub=Pluto+Press" style="display:none"> </span></span></span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">First Things – David Bentley Hart: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.firstthings.com/article/2003/10/christ-and-nothing"><i>Christ and Nothing</i></a>, Oktober 2003; abgerufen am 1. August 2017.</span>
</li>
<li id="cite_note-Wallace2009-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Wallace2009_16-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="book">David Foster Wallace: <cite class="lang" lang="en" dir="auto" style="font-style:italic">Infinite Jest</cite>. Little, Brown, 2009, ISBN 978-0-316-07385-1, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>1150</span> (englisch, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.com/books?id=3YU4AQAAQBAJ&pg=PT1150">google.com</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Der+Gro%C3%9Finquisitor&rft.au=David+Foster+Wallace&rft.btitle=Infinite+Jest&rft.date=2009-04-13&rft.genre=book&rft.isbn=9780316073851&rft.pages=1150&rft.pub=Little%2C+Brown" style="display:none"> </span></span></span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Yalom, I. D.: <i>The gift of therapy: An open letter to a new generation of therapists and their patients</i>, New York: HarperCollins (2002).</span>
</li>
</ol>
<style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r260755238">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output div.klappleiste{border:1px solid var(--dewiki-rahmenfarbe1);clear:both;font-size:95%;box-sizing:border-box;margin-top:1.5em;padding:2px}.mw-parser-output div.klappleiste:after{clear:both;content:"";display:block}.mw-parser-output div.klappleiste-bild{float:left;padding:2px}.mw-parser-output div.klappleiste-kopf{background:var(--dewiki-hintergrundfarbe5);color:var(--color-base,#202122);text-align:center;font-weight:bold}.mw-parser-output div.klappleiste.mw-collapsed .klappleiste-bild{display:none}.mw-parser-output div.klappleiste+div.klappleiste,.mw-parser-output div.klappleiste+link+div.klappleiste,.mw-parser-output div.klappleiste+link+link+div.klappleiste,.mw-parser-output div.klappleiste+link+style+div.klappleiste,.mw-parser-output div.klappleiste+style+div.klappleiste,.mw-parser-output div.klappleiste+style+style+div.klappleiste,.mw-parser-output div.klappleiste+style+link+div.klappleiste{margin-top:-1px}@media screen{html.skin-theme-clientpref-night .mw-parser-output .klappleiste-bild span[typeof="mw:File"]:not(.skin-invert-image) img{background-color:#c8ccd1}}@media screen and (prefers-color-scheme:dark){html.skin-theme-clientpref-os .mw-parser-output .klappleiste-bild span[typeof="mw:File"]:not(.skin-invert-image) img{background-color:#c8ccd1}}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style>
<div class="klappleiste mw-collapsible navileiste navigation-not-searchable center" role="navigation">
<div class="klappleiste-kopf">Werke von <a href="Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski" title="Fjodor Michailowitsch Dostojewski">Fjodor Michailowitsch Dostojewski</a></div>
<div class="klappleiste-inhalt mw-collapsible-content">
<p><b>Romane:</b>
<a href="Arme_Leute" title="Arme Leute">Arme Leute</a> |
<a href="Njetotschka_Neswanowa" title="Njetotschka Neswanowa">Njetotschka Neswanowa</a> |
<a href="Erniedrigte_und_Beleidigte" title="Erniedrigte und Beleidigte">Erniedrigte und Beleidigte</a> |
<a href="Schuld_und_S%C3%BChne" title="Schuld und Sühne">Schuld und Sühne</a> |
<a href="Der_Spieler" title="Der Spieler">Der Spieler</a> |
<a href="Der_Idiot" title="Der Idiot">Der Idiot</a> |
<a href="Die_D%C3%A4monen_(Dostojewski)" title="Die Dämonen (Dostojewski)">Die Dämonen</a> |
<a href="Der_J%C3%BCngling" title="Der Jüngling">Der Jüngling</a> |
<a href="Die_Br%C3%BCder_Karamasow" title="Die Brüder Karamasow">Die Brüder Karamasow</a>
</p><p><b>Novellen:</b>
<a href="Der_Doppelg%C3%A4nger_(Dostojewski)" title="Der Doppelgänger (Dostojewski)">Der Doppelgänger</a> |
<a href="Onkelchens_Traum" title="Onkelchens Traum">Onkelchens Traum</a> |
<a href="Das_Gut_Stepantschikowo_und_seine_Bewohner" title="Das Gut Stepantschikowo und seine Bewohner">Das Gut Stepantschikowo und seine Bewohner</a> |
Eine Novelle in neun Briefen |
<a href="Die_Wirtin_(Dostojewski)" title="Die Wirtin (Dostojewski)">Die Wirtin</a> |
<a href="Wei%C3%9Fe_N%C3%A4chte_(Dostojewski)" title="Weiße Nächte (Dostojewski)">Weiße Nächte</a> |
<a href="Das_schwache_Herz" title="Das schwache Herz">Das schwache Herz</a> |
<a href="Weihnachtsbaum_und_Hochzeit" title="Weihnachtsbaum und Hochzeit">Weihnachtsbaum und Hochzeit</a> |
<a href="Aufzeichnungen_aus_dem_Kellerloch" title="Aufzeichnungen aus dem Kellerloch">Aufzeichnungen aus dem Kellerloch</a> |
<a href="Der_ewige_Gatte" title="Der ewige Gatte">Der ewige Gatte</a> |
<a href="Die_Sanfte" title="Die Sanfte">Die Sanfte</a>
</p><p><b>Erzählungen und andere Prosaarbeiten:</b>
<a href="Herr_Prochartschin" title="Herr Prochartschin">Herr Prochartschin</a> |
<a href="Die_fremde_Frau_und_der_Mann_unter_dem_Bett" title="Die fremde Frau und der Mann unter dem Bett">Die fremde Frau und der Mann unter dem Bett</a> |
<a href="Polsunkow" title="Polsunkow">Polsunkow</a> |
<a href="Der_ehrliche_Dieb" title="Der ehrliche Dieb">Der ehrliche Dieb</a> |
Ein kleiner Held |
<a href="Aufzeichnungen_aus_einem_Totenhaus" title="Aufzeichnungen aus einem Totenhaus">Aufzeichnungen aus einem Totenhaus</a> |
<a href="Eine_dumme_Geschichte" title="Eine dumme Geschichte">Eine dumme Geschichte</a> |
<a href="Das_Krokodil" title="Das Krokodil">Das Krokodil</a> |
<a href="Bobok_(Dostojewski)" title="Bobok (Dostojewski)">Bobok</a> |
<a href="Der_Junge_beim_Herrn_Jesus_zur_Weihnacht" title="Der Junge beim Herrn Jesus zur Weihnacht">Der Junge beim Herrn Jesus zur Weihnacht</a> |
<a href="Die_Hundertj%C3%A4hrige" title="Die Hundertjährige">Die Hundertjährige</a> |
<a href="Der_Traum_eines_l%C3%A4cherlichen_Menschen" title="Der Traum eines lächerlichen Menschen">Der Traum eines lächerlichen Menschen</a>
</p><p><b>Nichtfiktionale Texte:</b>
<a href="Winterliche_Aufzeichnungen_%C3%BCber_sommerliche_Eindr%C3%BCcke" title="Winterliche Aufzeichnungen über sommerliche Eindrücke">Winterliche Aufzeichnungen über sommerliche Eindrücke</a> |
<a href="Tagebuch_eines_Schriftstellers" title="Tagebuch eines Schriftstellers">Tagebuch eines Schriftstellers</a> |
<a href="Fjodor_Michailowitsch_Dostojewskis_Briefe" title="Fjodor Michailowitsch Dostojewskis Briefe">Briefe</a>
</p>
</div></div>
<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable normdaten-typ-w" style="border-style: solid; border-width: 1px; clear: left; margin-bottom:1em; margin-top:1em; padding: 0.25em; overflow: hidden; word-break: break-word; word-wrap: break-word;" id="normdaten">
<div style="display: table-cell; vertical-align: middle; width: 100%;">
<div>
Normdaten (Werk): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4368465-8">4368465-8</a></span> </div>
</div></div></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2025-06-10" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Der_Gro%C3%9Finquisitor&oldid=256877648">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
</div>
</div><!--/htdig_noindex--></div>
</div>
</main>
</div>
</div>
</div>
<script src="./_webp_/webpHandler.js"></script>
</body></html>